PDA-Autismus

Leider kann ich derzeit keine Beratungen im Bereich PDA anbieten.

PDA stand ursprünglich für “Pathological Demand Avoidance”, heute bevorzugen wir den Namen “Protective Demand Avoidance” oder auch “Persistent Drive for Autonomy” (deutsch: Zeitüberdauernder Hang zu Autonomie). Manche Fachleute sprechen sich auch für den Namen “EDA” (Extreme Demand Avoidance) aus.

Ganz gleich, wie das Verhaltensprofil genannt wird und ob es immer eindeutig den Autismusspektrumstörungen zugeordnet werden kann, die Not der betroffenen Familien und ihrer Kinder ist immens und dringlich. Leider sind Hilfen in allen deutschsprachigen Ländern nicht ohne einen immensen bürokratischen Aufwand erhältlich und das Verständnis bei Fachleuten fehlt oft. Nich selten sehen sich Eltern fälschlicherweise mit Erziehungsvorwürfen konfrontiert, obwohl die Schwierigkeiten oft im Zusammenhang mit einer anderen Neurobiologie in Kombination mit den komplexen Lebensrealitäten der Kinder in Schule und Familie zu verstehen sind. Eines ist klar: Vorwürfe helfen nie, Verständnis und Fachkompetenz aber schon. Eltern müssen ernst genommen werden und brauchen Helfersysteme, die sie unterstützen statt sie zu kritisieren.

2022 gründeten Fachleute aus Deutschland und der Schweiz, unter ihnen Dr.med Nicole Chou, Psychiaterin, Dr. iur Han-Lin Chou, Jurist, Carina Rettberg, Heilerziehungspflegerin, Elisabeth Carl, Sonderpädagogin, Dr. iur. Andrea Aeschlimann-Ziegler, Hannah Martin, Sonderpädagogin, Sarah Weber, Sonderpädagogin, und ich den Fachverein für PDA-Autismus (FAPDA), um das Profil in allen deutschsprachigen Ländern bekannter zu machen und dazu zu publizieren. Mittlerweilen erfreut sich der Vorstand an namhaftem Zuwachs durch Frau Kathrin Hansch, Psychologin aus Deutschland und Buchautorin, Frau Dorothea Whitehead, Theologin und Publizistin von Youtube-Videos zum Thema Autismus (Galoxee’s Asperger TV), Rebecca Bustamante, AUDHS-Coach, Elena Retica, AUDHS-Coach und Influenzerin zum Thema Neurodivergenz und Ramona Zettel, Verlegerin von Büchern zum Thema ASS.

Wir setzen uns für Forschung und Entwicklung und die Schulung von Fachpersonen ein, damit bei diesem Verhaltensmuster an das Bestehen einer ASS gedacht wird und Eltern sich nicht vorschnell mit fatalen Vorurteilen konfrontiert sehen.

Besonders schwierig ist es, wenn Schulabsentismus zum Thema wird und Schulen bei längeren Abwesenheiten der Kinder Gefährdungsmeldungen machen. Diese führen nicht selten zu Zwangsmassnahmen wie Klinikeinweisungen oder sogar Obhutsentzug, was die Familien in katastrophale Ängste stürzt und traumatisierend wirkt. Leider können Regelschulen diesen Kindern oft nicht bieten, was sie brauchen: Beziehung auf Augenhöhe, lernen mit Kopf, Herz und Hand mit wenig Reizen und in kleineren Gruppen. Was diese Kinder für ihr Kindswohl brauchen, ist Sicherheit und Vertrauen, Beziehung. Schulabsentismus an sich ist keine Kindswohlgefährdung. Schule kann bei neurodivergenten Kindern teilweise kindswohlgefährdend wirken, wenn das Kind dauerhaft sensorisch, sozial und/ oder emotional überfordert ist. Man muss immer im Einzelfall mit viel Einfühlung hinsehen und in Erfahrung bringen, was das Kind braucht. Lösungen sollten in Kooperation mit den Eltern gesucht werden und alle Beteiligten sollten ja sagen können zu einer